WORTLOS & FARBENFROH

Dorothee Wallner, Tochter von Claus Wallner, steht vor dem Passionsfenster in der Kapelle St. Peter und St. Paul, das ihr Vater 1976 angefertigt hat.

Er trug Sorge für die leuchtend-bunte Fensterverglasung der Gandersheimer Stiftskirche: Im Juli 2026 jährt sich der Geburtstag des bereits 1979 verstorbenen Malers und Bildhauers Claus Wallner zum hundertsten Mal. – Am Palmsonntag war seine Tochter Dorothee zu Gast im Gottesdienst.

Gemäß der Schilderung des Johannes ist Jesus in Jerusalem eingezogen (Johannes 12) – ohne ein einziges Wort zu verlieren.
Claus Wallner hat die biblische Geschichte zum Palmsonntag erzählt – ebenfalls ohne Worte. Aber ungemein farbenfroh, bediente er sich doch der Kunst der Glasmalerei. Seine Darstellung des biblischen Erzählstoffs bildet den unteren Abschluss jenes Passionsfensters, das der Künstler 1976 für die Seitenkapelle St. Peter und St. Paul angefertigt hat.

Die konkrete Vorgehensweise ihres Vaters – in künstlerischer, handwerklicher und auch theologischer Hinsicht – erläuterte Dorothee Wallner den Gottesdienstfeiernden. Nicht zuletzt anhand von mitgebrachten Entwürfen aus dem Nachlass des Künstlers.

Pfarrer Jürgen Giszas hielt die Predigt. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes zeichnete Propsteikantor Tobias Dielzer verantwortlich; Susanne Heubach und Rebekka Schanbacher trugen zudem zwei Duette aus der „Stabat Mater“ von Pergolesi vor.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Mitarbeiterinnen aus Kirchenvorstand und Frauenhilfe, die das Kirchencafé vorbereitet haben, das im Abschluss an den Gottesdienst Gelegenheit bot zu Begegnung und Gespräch.

Jürgen Giszas
30. März 2026

Fotos:
Jürgen Giszas | 29.03.2026